Radrennen: Tipps für die Vorbereitung

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Zehn Tipps, wie dein Radrennen ein voller Erfolg wird

Wie bereite ich mich optimal auf das Radrennen vor? Zehn einfache Tipps, die dich bei deiner Vorbereitung auf das Radrennen unterstützen.

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Die wichtigsten Tipps im Überblick:

  • Egal, ob das erste oder das 30. Radrennen. Ein bisschen Aufregung gehört dazu.
  • Kurz vor dem Rennen: Don´t panic. Am Trainingszustand wird man eine Woche vor dem Rennen nichts mehr ändern. Bleib locker!
  • Hab Spaß!

Radrennen

Bei meinem ersten Radrennen meldete ich mich 4 Wochen zuvor spontan an. Ich hatte erst 1.200km in den Beinen und 27 Gründe mich nicht anzumelden. Am Schluss war ich froh, es doch getan zu haben, weil es einfach Spaß macht!

10 Tipps für die Vorbereitung auf das Radrennen

  1. Motivation: Stelle dir frühzeitig einen Trainingsplan auf. Das steigert die Motivation und verhindert Panikfahrten vor dem Rennen. Außerdem ist auch ein individuelles (realistisches) Ziel für die Motivation und Trainingsplanerstellung hilfreich.
  2. Trainingsplan: Ein guter Trainingsplan ist die halbe Miete. Ich empfehle hier das Buch „Trainingsbibel für Radsportler“ – perfekt für die Trainingsplanung. Du baust so zunächste eine gute Grundlage auf und steigerst dann die Intensität, je näher das Radrennen rückt.
  3. Multisport: Ja, Radfahren ist wichtig, aber vergiss nicht das Krafttraining und Dehnen. Nimm diese Parts am besten direkt in den Trainingsplan als „To do“ mit auf. Sie bringen dir mehr Stabilität und verringern so die  Verletzungsanfälligkeit.
  4. Nicht nur das Training ist wichtig: Achte auf ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und genug Regeneration. Manchmal ist weniger Training mehr.
  5. Grundlage schaffen: Starte dein Training mit ausreichend Grundlagentraining, d.h. längeren Fahrten bei geringerer Intensität. Je besser die Grundlage, desto mehr Körner hast du später bei den intensiveren Einheiten.
  6. Gruppenfahrten: Fahre nicht nur auf dem Fahrradergometer, sondern auch draußen in der Gruppe. Besonders für Anfänger ist es wichtig ein Gefühl für das Fahren in einer Gruppe zu bekommen.
  7. Pastaparty vor dem Rennen: Ja oder Nein? Es schadet auf jeden Fall nicht. Wichtig sind jedoch bereits dir Tage zuvor. Im besten Fall probierst du bei einem Testrennen aus, welches Essen dir gut bekommt – und welches weniger.
  8. Verpflegung während des Rennens: Trinken ist das A und O. Achte darauf ausreichend Flüssigkeit an Board zu haben. Je länger die Strecke, desto wichtiger wird auch der Punkt Ernährung. Ohne Sprit, kein Gas. Die Empfehlung ist: Pro Stunde circa 60 Gramm Kohlenhydrate aufnehmen. Probiere unbedingt zuvor aus, wie dir die Energygels, Riegel und Co. bekommen. Manche Energygels oder Sportgetränke haben bei einigen Menschen eine abführende Wirkung. Mir bekommen bspw. die Energygels von Dextro Energy sehr gut.

Mein Erfahrungsbericht zum ersten Radrennen:

Das Rennen kam aufgrund der spontanen Anmeldung plötzlich. Meine Vorbereitung auf die 60 Kilometer-Strecke bei den Cyclassics war daher nicht umfassend.

Die Rennrad-Einheiten waren davon unterschiedlich lang. Mal morgens 10 Kilometer zur Arbeit (und abends zurück), mal 30 Kilometer im Fitnessstudio auf dem Ergometer und mal 60-Kilometer auf dem Rennrad. Über 60-Kilometer bin ich selten gefahren. Ihr seht den Grund, weshalb ich mich nicht für die 100er-Strecke angemeldet habe …

Rundum: Ich fühlte mich für das erste Radrennen nicht optimal vorbereitet, aber auch nicht sonderlich schlecht. In erster Linie sollte es ja auch ums „Reinkommen“ und „Wettkampfluft schnuppern“ gehen.

Für alle, die das Thema Radfahren richtig angehen möchten, empfehle ich übrigens folgendes Buch: Trainingsbibel für Radfahrer*.

Die Woche vor dem ersten Rennen

Das Rennen war am Sonntag, den 19.8. Ich hatte 8 Tage vor dem Rennen noch eine schnelle und schweißtreibende Fahrt auf dem Fahrradergometer (40 Kilometer).

Um im Tritt zu bleiben, habe ich mich am Mittwoch nochmal für eine gemütliche 40 Kilometer-Tour (+ Arbeitsweg 20 Kilometer) aufs Rennrad geschwungen. Ansonsten habe ich die Füße stillgehalten und mich erholt.

Der Tag vor dem Rennen ist übrigens auch noch erwähnenswert: Die Akkreditierung dauert seine Zeit – und das Anbringen der Fähnchen, Startnummer usw. ebenfalls.

Tag X: Das erste Radrennen

Aufstehen, dingeling

Und da war er dann: Der Renntag, der Tag X, das erste Radrennen. Für mich viel zu früh. Der Wecker klingelt um 5:15 Uhr und der erste Gedanke war wenig überraschend: „Warum tue ich mir das an?“

Ich hatte mir glücklicherweise schon alles bereit gelegt: Rennradoutfit, Helm, Handschuhe, Brille, Schuhe, Wasserflasche und Riegel.

Meine Wasser habe ich mir übrigens mit dem Gel/Wasser von Dextro Energy aufgepimpt. Gefühlt hat es mir schon was gebracht. Gefühlt. Tatsächlich? Keine Ahnung.

Das Rennen

Spulen wir mal ein wenig nach vorne: Ich fuhr gemütlich mit der S-Bahn in die City und habe zunächst meine Tasche abgegeben und dann ging´s schon an den Start. Help! Ich war ganz froh nicht komplett alleine zwischen Tausenden von Unbekannten zu stehen, sondern Sarah an meiner Seite zu haben. Danke an dieser Stelle!

Recht plötzlich ging das Spektakel dann auch los. Ich konnte weder Strava noch Runtastic mehr einschalten, da schob sich die Menge schon langsam nach vorne. Die ersten Kilometer waren auch noch recht entspannt vom Tempo, nicht von den Menschenmassen. Überholen war zunächst kaum möglich …

Einige Kilometer später entspannte sich das Feld. Unser Vorhaben mit „wir fahren gaaanz entspannt und schauen erstmal“ gelang uns auch nur für kurze Zeit. Irgendwann kam der Geschwindigkeitsrausch und die Umgebung flog nur an uns vorbei. Yes, ich hab Spaß, ich geb Gas! Darum bin ich also aufgestanden und habe mir den ganzen Stress gegeben. Jippih! Einige Kilometer weiter dann kurzzeitig die Bedenken „huch, ich spüre meine Beine schon. Sind wir nicht zu schnell unterwegs?“ Aber bremsen war auch keine Option, also weiter. Am Streckenrand immer wieder tolle Zuschauer, die einem zugrölten, pfiffen, klatschten. Motivation pur.

Es lief reibungslos. Zwischendurch versuchte ich immer wieder was zu trinken und zu essen. Klappte okay, war aber recht anstrengend. So viel, wie ich mir eingepackt hatte, brauchte ich jedenfalls nicht.

Jaa, und dann kam er: Mein Lieblingsberg (Bergfahren ist ein großes Defizit bei mir). Seltsamerweise ging der erste (große) Berg recht locker. Also ihr wisst schon, wie ich meine: Tat schon weh, war aber okay. Zu meiner Überraschung zogen wir an den meisten Fahrern links vorbei. Whoop whoop. Kleines Erfolgserlebnis. Danach meldeten sich die Beine aber … unglücklicherweise kam nochmal ein Anstieg, puh. Irgendwie ging der dann auch irgendwann vorüber, ich merkte aber, dass die Kraft langsam nachließ. Gut, es waren auch nur noch 5 Kilometer zu fahren. Hier kam dann aber immer wieder der leise Gedanke von „warum mache ich das nochmal?“ auf.

Rennmodus

Der Schlusssprint:

Auf dem letzten Kilometer fing leider die Wade nochmal schön an zu krampfen. Um einen peinlichen Abstieg auf der Zielgerade zu vermeiden, habe ich daher mit links versucht den Krampf zu lösen – und mit rechts weitergetreten. Ich musste nicht absteigen. Und ja, ich kam tatsächlich mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel. Geschafft!

Fazit

Es hat Spaß gemacht und ich freue mich bereits auf das nächste Rennradrennen! Ja, wirklich.

Top:

  • Manchmal sollte man nicht zu lange fackeln, sondern sich einfach anmelden.
  • Meine Vorbereitung hätte zwar besser sein können, war aber total okay für die Strecke.
  • Es war MEGA einfach mal ohne Ampeln durchzufahren!
  • Outfittechnisch war ich glaub ganz gut ausgestattet: Hatte weder zu viel noch zu wenig an.
  • Alle Utensilien sich einen Tag vor dem Rennen hinzulegen, kann ich nur empfehlen
  • Trinken und mal was essen zwischendurch ist super wichtig: Das hat fürs erste Rennen gut geklappt.
  • Nicht zu schnell starten und am Berg mein Tempo gefahren: Check.

Flop:

  • Ich hatte ein wenig zu viel Essen dabei. Das nächste Mal reicht ein Gel. Notiz an mich: Nochmal unterschiedl. Gels testen (auf Verträglichkeit)
  • Bergtraining: Ich bin früher auch schon immer viel auf dem Fahrradergometer in gleicher Geschwindigkeit gefahren, daher verliere ich am Berg viel Energie. Mein Trainingsziel: Immer mal wieder Intervalle und Berge einbauen. Der Körper muss sich auch an viel Watt gewöhnen …

Verdientes Bier nach dem ersten Radrennen

 

Hi, ich bin Maren. Neben meinem Fulltime-Job in der Medienwelt blogge über gesundes Essen, Bauchproblemen dank Unverträglichkeiten und meiner Reiselust. In den letzten Jahren habe ich am eigenen "Leibe" erfahren, wie Bauchprobleme und Wohlbefinden zusammenhängen. Früher probierte ich viele Diäten und hatte ein strenges Sportprogramm. Heute ist mir mein Wohlbefinden und zu leben wichtiger. Wie so oft: Die Mischung macht´s! Studiert habe ich übrigens Sportwissenschaften, weshalb das Thema Fitness hier immer wieder vorkommen wird! :) Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über Feedback!

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